92017Jan
Fenstereinbau – darauf müssen Sie achten

Fenstereinbau – darauf müssen Sie achten

Fenster sind regelmäßig der Witterung ausgesetzt. Sonne und Regen, Schnee und Frost setzen den Fenstern übers Jahr zu. Dazu kommen UV-Strahlung und Wärmestrahlung. Die Fensterrahmen verwittern mit der Zeit und Dichtungen werden porös. Bei richtiger Pflege und Wartung der Fenster können diese mühelos 40 Jahr und länger halten. Die Haltbarkeit von Fenstern hängt vor allem auch vom gewählten Material ab. Ist ein Fenstereinbau notwendig, müssen Sie viele Faktoren berücksichtigen.

Fenster haben sich entwickelt

Im Schnitt sind Fenster und Türen laut Verband Fenster + Fassaden 48 Jahre im Einsatz. Allerdings hat sich in den letzten Jahren vieles getan und Fenster, die vor 20 Jahren noch modern waren, sind heute veraltet und entsprechen nicht mehr dem energetischen Standard. Veraltete Verglasungen und ungepflegte Dichtungen lassen Wärme unnötig entweichen. Die Vorschriften der Energiesparverordnung werden nicht mehr erfüllt. Ein Fenstertausch kann sich dann durch eingespart Energiekosten bezahlt machen. Offenbaren alte Fenster Schwachstellen kommt meist auch die Fensterwartung zu spät. Wenn Sie Ihr Haus mit einer Fassadendämmung ausstatten, ohne die Fenster zu tauschen, verschenken Sie Energiesparpotenzial. Neue, moderne Fenster können mit einer Dreifachverglasung drei bis vier mal so gut dämmen, wie alte Fenster.

Wärmedämmung steht im Vordergrund

Wichtigstes Kriterium bei neuen Fenstern ist die Wärmedämmung Der Wärmedurchgangskoeffizient zeigt an, was das Fenster beim Thema Energiesparen leisten kann. Der sogenannte U-Wert bestimmt die Dämmqualität von Fenstern. Je geringer der U-Wert von Fenstern ist desto besser ist die Wärmedämmung. Fenster aus den 80er Jahren verfügen über einen U-Wert von etwa 3,0, neue Fenster können mit Werten von 1 und besser aufwarten. Für den Kauf von Fenstern ist der Uw-Wert wichtig, der sich auf das gesamte Fenster inklusive Verglasung, umlaufenden Glasrand und Rahmen bezieht. Die EnEV beinhaltet Vorgaben zu den Werten, die bei Bestandsimmobilien maximal 1,3 sein dürfen.

Niedriger Gesamtenergiedurchlass sorgt für Wärmeschutz

In Zukunft mehr Beachtung sollten Sie dem g-Wert schenken, denn dieser gibt an, wie viel Sonnenenergie in den Wohnraum dringen kann. Das ist vor allem für Südfenster, die einer starken Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, wichtig. Im Sommer ist ein niedriger g-Wert ein optimaler Wärmeschutz. Allerdings bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass Sie im Winter etwas eher die Heizung anstellen müssen.

Fenster mit Sonnenschutz

Sonnenschutzgläser können besonders im großen Bürogebäuden mit Fensterfronten sinnvoll sein. Im Einfamilienhaus sind sie eher nicht angebracht, denn die Gläser verringern den Lichteinfall. Je nach Glasart haben Sie eine Lichtdurchlässigkeit von 50 bis 70 Prozent. Da ist der Sonnenschutz mit verschiedenen Beschattungssystemen wie Markisen, Rollläden oder Jalousien geeigneter.

Schallschutz geht alle an

Nicht nur Bürogebäude, Hotels und Wohnhäuser an viel befahrenen Straßen sollten auf Fenster mit ausreichenden Schallschutz setzen. Wenn Sie nicht gerade in der Einöde wohnen, kann der Schallschutz sehr wünschenswert sein, um den Lärm draußen zu lassen. Schallschutzfenster müssen nicht teuer sein, allerdings wird durch die hohe Dichte das Fenster auch schwerer. Und das kann sich auf den Bedienkomfort auswirken.

Fenster bieten Sicherheit

Das Thema Sicherheit ist nicht immer ein zentrales Thema bei Fenstern. Im Obergeschoss werden keine einbruchhemmenden Fenster benötigt. Im Erdgeschoss oder auf der Rückseite von Einfamilienhäusern, die nur schwer einsehbar ist, kann die Sicherheit entscheidend sein. Einbruchhemmende Fenster sind besonders ausgestattet. Neben dem Verbundsicherheitsglas verfügen die Fenster über robuste Pilzkopfzapfen, Anbohrschutz am Fenstergriff und Fenstergriffe mit Drehhemmung. Laut Polizeilicher Kriminalitätsprävention werden beim privaten Hausbau Fenster der Widerstandsklasse 2 empfohlen.

Umdenken beim Lüften

Alte Fenster haben immer irgendwo gezogen und damit den Raum belüftet. Bei modernen Fenstern müssen Sie umdenken. Um für ausreichende Belüftung auch dann zu sorgen, wenn Sie unterwegs sind, gibt es in die Fenster integrierte Schachtlüfter und Falzlüfter.

Das kleine Extra

Natürlich gibt es auch bei Fenstern komfortable Ausführungen, die für den Rund-um-Komfort sorgen. Dazu gehören niedrige Fenstergriffe, die es auch Rollstuhlfahrern möglich machen, an den griff zu kommen. Vorteilhaft können auch Beschattungssysteme, automatische Steuerung für den Rollladen oder das Fliegengitter sein. Und bei einer energetischen Sanierung Ihres Hauses können Sie auch noch mit Fördermitteln für den Fenstereinbau rechnen.



Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert. *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.